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FELABRATION ist einer der populärsten Ikonen Afrikas gewidmet

FELA ANIKULAPO KUTI, der in diesem Jahr 70 Jahre alt geworden wäre.

FELA KUTI gilt als Erfinder des AFROBEAT, eine Mixtur aus afro-amerikanischem Funk, Jazz, traditionellen Yoruba-Percussions und Highlife. Selbst elf Jahre nach seinem Tod überstrahlt Kutis musikalisches und politisches Erbe Generationen und Millionen von Menschen. Zu seinen Ehren versammeln sich nun hochgeschätzte Musiker, DJs und Tänzerinnen auf einer außergewöhnlichen Veranstaltung , nach der Premiere in Köln erstmals in Berlin.

Mit dabei sind u. a. das afropäische Kollektiv BANTU, KABUKABU und als besonderer Gast, der deutsch-nigerianische Sänger und Soul- Rocker DON ABI. Dieser ist ein "alter Hase" im Business: Als musikalischer Mentor stand er Patrice zur Seite; in den 1990ern tourte er jahrelang mit seiner damaligen High Voltage Band.

Die noch recht junge Formation KABUKABU, die sich nach den nigerianischen privaten Atotaxis benannt hat, will das musikalische Erbe von Fela Kuti fortsetzen: mit explosivem Afrobeat!

ADÉ BANTU ist Host des ungewöhnlichen und hoch besetzten Abends. Der in Berlin und Lagos lebende Musiker ist bekannt als Gründer von BROTHERS KEEPERS und Kopf von BANTU. Alle Musiker werden von der in Berlin ansässigen AFROBEAT ACADEMY BAND begleitet - eine Truppe, die nach zahlreichen Tourneen durch Europa und Afrika zu Recht von sich behaupten kann "one of the worlds heaviest Afrobeat-Ensembles" zu sein.

Felabration Poster

FELA KUTI BIOGRAFIE

Fela Anikulapo Kuti wurde 1938 in Abeokuta (Nigeria) in eine sogenannte Mittelklasse-Familie geboren. Sein Vater war Pastor und ein durchaus talentierter Pianist. Seine Mutter kämpfte im "Nigerian home rule movement" für ein freies Nigeria. So wuchs Fela sowohl mit Musik als auch mit Politik auf, die beiden großen Leidenschaften, die er später so nahtlos und ausdrucksvoll verbinden sollte.

Mit dem Vorhaben, einen Mediziner aus ihrem Sohn zu machen, zog die Familie 1958 nach London. Fela setzte jedoch ein Musikstudium durch und gründete 1961, dem Studium der europäischen Musik bereits überdrüssig, seine erste Band Koola Lobitos. Bald darauf kehrte er London den Rücken und ging zurück in seine Heimat Nigeria. Dort angekommen stellte er schnell eine neue Version seiner Band Koola Lobitos auf die Beine.

Musikalisch entstand nun eine Kombination aus traditioneller Musik und jazzigen Elementen, der Highlife-Jazz.

Auf einer Tour durch Amerika sammelte er weitere Jazzkenntnisse und nahm eine Platte auf ("69 Los Angeles Sessions"). Als er nach acht Monaten zurückkehrte, nachdem ihn ein neidischer Promotor bei der US-Einwanderungsbehörde angezeigt hatte, benannte er die Band in Afrika70 um. Die Combo bestand jedoch nicht nur aus ein paar Musikern, sondern ihr gehörten mehrere Sänger und Tänzer, Saxophonisten, Trompeter, Schlagzeuger, Gitarristen und natürlich Trommler aller Art an.

Es gab verschiedene Gründe, warum seine Musik Schwierigkeiten hatte in den USA kommerzielle Erfolge zu verzeichnen. Dass er sich oft weigerte, ein bereits aufgenommenes Stück nochmals auf einem Konzert zu spielen, gehörte sicherlich auch dazu, da der erwünschte Wiedererkennungseffekt beim Zuschauer ausblieb. Texte und deren politischer Inhalt waren für ihn jedoch wichtiger als der Wiedererkennungswert seiner Songs.

Schließlich war er nicht nur ein Popstar, sondern der Bob Marley Nigerias. 1979 gründete eine eigene Partei, die sich MOP (Movement of the People) nannte, 1984 wurde er nach einer brutalen Aufspüraktion des Militär-Regimes zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er kam jedoch mit Hilfe von Amnesty International und sicherlich auch durch den Wechsel der Regierung bereits 1986 wieder frei. Unbeeindruckt setzte er seinen Widerstand die 80er Jahre hindurch fort, seine Texte wurden zu massiven Attacken gegen das korrupte Regime Nigerias.

In den Neunzigern wurde es still um Fela Kuti, zuvor hatte es bereits Gerüchte über eine Krankheit gegeben. Am zweiten August 1997 starb Fela Kuti in Lagos (Nigeria) an den Folgen von AIDS im Alter von 58 Jahren. Das Banner des musikalischen Widerstandes hält nun sein Sohn Femi Kuti hoch.

Quelle: laut.de